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Nach der "Alarmierung" nahmen die OrgL Kontakt mit der "Leitstelle" auf.

Fotos: Martin Dove

Organisatorische Leiter und FüKom-Einheiten übten gemeinsam

 

 

Von Martin Dove

 

ACHMER | "Alarm für den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Unfall mit mehreren Verletzten." So und ähnlich lauteten die Meldungen, mit denen die OrgL-Kollegen zu vier fiktiven Einsätzen alarmiert wurden. Im Rahmen der Fortbildung zum Zugführer übten die Teilnehmer gemeinsam mit den drei Führungsunterstützungseinheiten Fükom (Führung und Kommunikation) im Landkreis Osnabrück.

Nachbesprechung: Die Teilnehmer und Beobachter reflektierten gemeinsam die einzelnen Übungen.

Die FüKom-Einheiten unterstützen LNA und OrgL bei der Führung des Einsatzabschnitts "Rettungsdienst".

 Eine gemeinsame Vorbereitungsgruppe hatte sich die Szeenarien mit jeweils mehreren Betroffenen ausgedacht und in die Übungen eingespielt. Während eine Fükom-Einheit mit zwei OrgL-Kollegen, von denen einer den Leitenden Notarzt "spielte", üben konnte, übernahmen die beiden anderen ELW den Part der "Leitstelle" und die Simulation des Funkverkehrs der eingesetzten Fahrzeuge. So trainierten die Mitglieder der OrgL-Gruppe sowie der DRK Kreisverbände mit FüKom-Einheiten die Kooperation an der Einsatzstelle und die Abläufe.

Die FüKom-Einheiten führen die Lagekarten und Einsatzmittelübersichten.

Die drei FüKom-Standorte haben ein gemeinsames Konzept zur Führungsunterstützung entwickelt, das bei den Übungen erstmals auf seine Praxistauglichkeit überprüft wurde. Dabei stellten die FüKom-Einheiten zum Beispiel Führungsgehilfen für den Organistorischen Leiter Rettungsdienst, die selbst entsprechend qualifziert sind. Zu den weiteren Aufgaben gehören die aktuelle Lagedarstellung oder eine Kräfteübersicht. Weiterhin steht der Einsatzleitwagen als städiger Ansprechpartner für die Rettungsleitstelle oder für anrückende Kräfte zur Verfügung.

Die OrgL-Kollegen reflektierten gemeinsam mit den FüKom-Kräften ihre Übungen.

Der Ausbildungstag bot gute Gelegenheiten für den gegenseitigen Austausch. Weiterhin konnte die Arbeitsgruppe "Führungsunterstützung" die Erfahrungen des Tages mit in ihre Konzeptarbeit aufnehmen und die Materialien an der einen oder anderen Stelle nachbessern. Auch Praxiserfahrungen konnten die FüKom-Einheiten zum Teil inzwischen erlangen. Bei zwei Einsätzen in Bissendorf und in Nortrup waren die Einsatzleitwagen als Führungsunterstützung eingesetzt.



Der Landkreis Osnabrück hat im Jahr 2007 drei FüKom-Standorte eingerichtet, die dem Leitenden Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst als Führungsunterstützung dienen:

FüKom Nord
(DRK Kreisverband Osnabrück-Nord)

FüKom Mitte/Süd
(DRK Kreisverband Osnabrück-Land)

FüKom Ost
(DRK Kreisverband Melle)

 

Die Einheiten können bei kleineren Lagen im Einzefall durch LNA oder OrgL angefordert werden. Sie sind darüber hinaus fest in Alarm- und Ausrückeordnungen, zum Beispiel die AAO "Massenanfall an Verletzten", integriert.

 

Die FüKom-Einheiten arbeiten mit einem gemeinsamen Konzept und sind modular kombinierbar.